Ich bin ich – perfekt nur für mich allein

Als ich in der Pubertät war, kann ich mich daran erinnern, dass ich erst dann aus der Tür ging, wenn ich ca. 10 verschiedene Outfits anprobiert und wieder ausgezogen habe, bis ich dann etwas fand, womit ich einigermaßen mit mir zufrieden war. Der Bus zur In-Kneipe war meist schon weg, aber Hauptsache, ich fand mich jetzt gesellschaftsfähig. Wenn dann noch jemand an meinem Aussehen meckerte, war alles Selbstbewußtsein wieder dahin. Schön, dass ich heute über diese Zeit lache und sich dieses Szenario nicht mehr täglich wiederholt. Doch eines ist geblieben: Die enge Verbindung zwischen meinem Bauchgefühl und der eigenen Wahrnehmung, ob die gewählten Farben, Kleidungstücke – Jeans, Strickkleid, sportlich mit Sneakers oder lieber High-Heels – zu meiner Tagesverfassung passen. Also akzeptiere ich mein Outfit als Stimmungsbarometer und Ausdruck meiner Persönlichkeit. Meist kommen noch meine Zukunftsgedanken ins Spiel, wer mir am heutigen Arbeitstag wohl begegnet. Sehe ich für das Gespräch beim Chef seriös genug aus? Bin ich für das Treffen mit den Freundinnen nach der Arbeit auch trendy genug? Natürlich gesellen sich auch kritische Momente dazu, wenn gerade eine der Lieblingshosen kneift oder die Bluse über dem Busen spannt. Aber sind wir doch mal ehrlich: die intimen Momente in der Ankleide schweissen zusammen und machen Dich letztendlich doch zu Deiner besten Freundin. Weiterlesen